Notwendigkeit
Modernen Verbrauchern genügt nicht mehr die pflanzliche Herkunft kosmetischer Rohstoffe, zumal auch natürliche Rohstoffe ein toxikologisches Profil haben.
Kosmetik-Produkte sollen nun “unbedenklich” und “unschädlich” sein (was sie schon immer waren) und müssen zu diesem Zweck nicht mehr unbedingt zur Naturkosmetik zählen. Dieser Wunsch wird von Medien und interessierten Kreisen unter dem Stichwort „clean beauty“ unterstützt.
Der Trend kommt einigen Kosmetikanbietern recht, denn das technische Dokument der Claims-Verordnung 655-2013 in Kraft getreten und macht die Werbung mit „enthält kein……..“ fast unmöglich. Manche Firmen hatten durch Ignorierung der VO 655-2013 mit “enthält kein…”-Werbung ein “reines, sauberes, clean” Produkt-Image generiert und wollen dieses Image werblich weiternutzen. Da ist nun der Dachbegriff “clean” für alle “enthält kein…”-Stoffe sehr willkommen.
Reine „enhält kein..“-Aussage, aber keine sozioökologische Nachhaltigkeits-Aussage
Clean Beauty sagt nur aus, dass Stoffe, die beim Verbraucher ein schlechtes Image haben, nicht in der rezeptur verwendet wurden. Das beinhaltet keine keine sozioökologische Nachhaltigkeits-Aussagen.
Die Norm „clean beauty“
Alle kosmetischen Produkte, die nachweislich auf Stoffe aus der Blacklist verzichten, können auf Antrag die Nutzungs-Erlaubnis für das Qualitätszeichen „clean beauty“ erhalten.
Dazu brauchen die Zeichennutzer nur durch Vorlage der Produkt-INCI (keine Rezeptur) beim Zertifizierungsverfahren den Nachweis zu führen, dass kein Stoff der Blacklist eingesetzt wurde. Zusätzlich wird die schriftliche Bestätigung notwendig, dass das registrierte Produkt keinen Stoff aus der Blacklist enthält.
Die Blacklist
Die Blacklist hier enthält die aktuell als kritisch diskutierten Stoffen und wird dynamisch den verbraucher-Meinungen angepasst. Wenn keiner dieser Rohstoffe in dem gelabelten Produkt verwendet wird, ist das Produkte qualifiziert für die Nutzung des Zeichens.
Die Blacklist ist eine dynamische Liste und wird laufend auf den neuesten Stand gebracht. Bitte melden Sie uns
- Stoffe, die zusätzlich auf die Blacklist gehören
- Stoffe, die nicht auf die clean beauty Blacklist gehören
zusammen mit Fachliteratur, die Ihre Meinung dokumentiert.
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